Der Börsen-Tag Donnerstag, 24. November 2022

Er ist nahezu unverändert und unterhalb des technischen Widerstands von 14.440 Punkten DAX aus dem Mittwochsgeschäft. Eine enge Handelsspanne und relativ niedrige Umsätze bestimmten das Geschäft zur Wochenmitte. Die Anleger hielten sich zurück – und schauten in die USA. An der Wall Street hatten die Leitindizes leicht zugelegt. Ein Grund mag der Inhalt des Fed-Protokolls gewesen sein, denn die US-Notenbank signalisiert zunehmend eine weniger aggressive Linie bei Zinserhöhungen. Laut dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll der letzten Zinssitzung Anfang dieses Monats glaubt eine „klare Mehrheit“ der politischen Entscheidungsträger, dass sie das Tempo der Zinserhöhungen wahrscheinlich bald verringern wird. Dies sollte es der Zentralbank erleichtern, Fortschritte auf dem Weg zu Vollbeschäftigung und Preisstabilität zu beurteilen. Mit dieser Vorgehensweise soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass ungewiss ist, wie lange es dauern wird, bis Zinserhöhungen greifen und wie stark sie sich auf Konjunktur und Inflation auswirken.

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Anfang November erhöhte die Fed die Leitzinsen zum vierten Mal in Folge um 0,75 Prozentpunkte. Sie liegt aktuell in einer Bandbreite zwischen 3,75 und 4,00 Prozent. Inzwischen haben mehrere US-Notenbanken signalisiert, dass sie kleinere Schritte bevorzugen könnten. An den Terminmärkten wurde die Chance auf eine geringere Zinserhöhung um 0,50 Prozentpunkte auf der Sitzung Mitte Dezember nun auf 79 Prozent eingeschätzt.

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Allerdings ist der DAX aktuell bei rund 14.470 Punkten bewertet und damit sowohl fester als auch über dem technischen Widerstand des Charts, der bei rund 14.440 Punkten liegt. Dennoch: Dem relativ dünnen Handel zur Wochenmitte dürften heute ähnliche Aktivitäten folgen. Der Grund: Die Wall Street bleibt wegen des US-amerikanischen Thanksgiving-Feiertags geschlossen. Hierzulande sollten Anleger vor allem auf die Daten von schauen Ifo-Geschäftsklimaindex Lüge. Der Index zeigt die Atmosphäre in den Executive Suiten.

Zuletzt waren die Erwartungen für die Unternehmen in Bezug auf Probleme in der Lieferkette und steigende Energiepreise düsterer. – Ob sich nun auch die tatsächliche Geschäftslage verschlechtert und die deutsche Wirtschaft bereits auf eine Rezession zusteuert, werden die Novemberzahlen zeigen, resümiert Commerzbank-Experte Ralph Solveen. Ein klares Signal ist jedoch nicht zu erwarten: Während der Gesamtindex leicht sinken dürfte, dürften die Erwartungen angesichts der abnehmenden Gefahr von Gasengpässen sogar leicht gestiegen sein.

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Außerdem liefert der Branchenverband ACEA frische Verkaufszahlen für Nutzfahrzeuge und Remy Cointreau stellt die detaillierten Quartalsergebnisse vor. Die Bundesbank legt ihren Finanzstabilitätsbericht 2022 vor. Frankreich hat Zahlen zum Geschäftsklima und die Türkei die Ergebnisse der geldpolitischen Sitzung des Zentralbankrats.

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