Fußball-WM: Lewandowski klingeln gegen Mexiko die Ohren – Sport

Sie sind es bei dieser WM: die Atmosphäre. Für eine richtig gute Stimmung braucht es nur ein volles Stadion voller Mexikaner. Echte Mexikaner muss man immer dazurechnen, es sei denn natürlich, Katar hat Verträge mit fast 40.000 Leuten unterschrieben, die lateinamerikanische Lieder kennen und buchstäblich die Tribünen rocken. Auf der Pressetribüne der mexikanischen Opportunities wackelten jedenfalls die Stühle. Auch die rüde Beschimpfung des Schiedsrichters nach den Gelben Karten wird Katar sicher nicht in Stimmung bringen.

Einzelne polnische Fans hatten nie die Gelegenheit, dem grünen Meer der Mexikaner im “Stadion 974” zu begegnen, das so heißt, weil es aus 974 Schiffscontainern besteht (und weil +974 die internationale Telefonvorwahl für Katar ist) und danach komplett abgebaut wurde WM und würde verschickt werden. Bisher konnten keine Interessenten gefunden werden. Wer will ein Stadion, das unter bekannten Bedingungen gebaut wird?

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Die polnischen Fans triumphierten akustisch in genau einer Sekunde – nämlich als Schiedsrichter Chris Beth nach Studium des Videos in der 57. Minute auf Elfmeter entschied. Der bis dahin weitgehend unauffällig und gut aus dem Spiel genommene Robert Lewandowski schlug drei Verteidiger und wurde am Ende der Prozedur von Hector Moreno gehalten. Sicherlich grenzwertig, aber weil Lewandowski auch seinen Arm einsetzte und der Schiedsrichterpfiff zunächst verstummte, ist es eigentlich keine offensichtliche Fehlentscheidung.

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Es war der neunte Elfmeter, den Lewandowski in seiner gesamten Karriere verschoss, sein 71

Doch direkt danach wurden die Mexikaner noch lauter, als sie Lewandowski ausbuhten, bevor er den Elfmeter versuchte. Und als der Stürmer des FC Barcelona den Elfmeter verschoss, explodierten nicht nur seine Ohren. Den Versuch rettete nur Guillermo Ochoa, der ewige Torhüter Mexikos, der mittlerweile zum fünften Mal bei der WM antritt und spätestens seit dem Spiel seiner Mannschaft gegen Brasilien im Jahr 2014 weltweite Berühmtheit genießt. Beim 0:0 gegen die Gastgeber hatte er damals alles gegeben. Es war der neunte Elfmeter, den Lewandowski in seiner gesamten Karriere verschoss, sein 71.

Mexiko gegen Polen bei der WM in Katar: Kein Ausweg: Mexikos Torhüter Guillermo Ochoa pariert den Elfmeter von Robert Lewandowski.

Kein Pass: Mexikos Torhüter Guillermo Ochoa parierte den Elfmeter von Robert Lewandowski.

(Foto: Themba Hadbi/The Associated Press)

Polens Führung war unverdient, solange Mexiko in der ersten Halbzeit die aggressivere Mannschaft im Angriff war. Alexis Vega von Deportivo Guadalajara hatte nach fünf Minuten 26 eine Chance, aber ansonsten hielt die polnische Abwehr gegen die Lateinamerikaner stand.

Leider hielt das Spiel die Atmosphäre nach dem verschossenen Elfmeter nicht aufrecht. Für Aufsehen sorgte lediglich Bartosz Bereszyńskis Tritt gegen den Knöchel von Hirving Lozano, der nicht einmal eine Verwarnung nach sich zog. Mit dem Unentschieden können sich die beiden Mannschaften vorerst verständigen, das Gefüge der Gruppe C ist durch den Schocksieg Saudi-Arabiens gegen Argentinien ohnehin lahmgelegt. Mit einem Unterschied: Mexiko trifft am Samstag auf die stark unter Druck stehenden Argentinier, und Polen soll gegen Saudi-Arabien ein lohnenderes Gastspiel haben.

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