Gemeinde unter Schock – SWR Aktuell

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Schüler in Ilkerkirkberg (Alb-Donau-Kreis) am Montag steht die Gemeinde unter Schock. Die polizeilichen Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Einen Tag nach dem tödlichen Messerstich auf ein 14-jähriges Mädchen macht sich im kleinen Illerkirkberg-Ortsteil Oberkirkberg Trauer breit. Hunderte Menschen kamen am Montagabend zum Tatort, um ihre Aufwartung zu machen. Sie legten Blumen nieder und zündeten Kerzen an. In der 5000-Einwohner-Gemeinde bei Ulm sitzt der Schock tief. Eine gewisse Stimmung vor Ort schlug in Wut um. Inzwischen ermittelt die Polizei mit Hochdruck in dem Fall. Der männliche Tatverdächtige stammt aus Eritrea. Ein 27-jähriger Mann steht noch unter Beobachtung und liegt verletzt im Krankenhaus. Die Polizei geht davon aus, dass er sich möglicherweise auch selbst erstochen hat.

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Auch Illerkirkbergs Bürgermeister Markus Häusler (parteilos) schloss sich am Abend den Trauernden an. Sie werden den betroffenen Familien zur Seite stehen und nun abwarten, was die polizeilichen Ermittlungen ergeben.

“Ich denke, wir alle müssen verarbeiten, was in Illerkirkberg passiert ist.”















Die Ermittler wollen nun schnellstmöglich klären, wie es zu dem Angriff kommen konnte und ob sich der Verdächtige und die beiden Mädchen vorher kannten. Der Mann lebte in der Flüchtlingsunterkunft im Dorf. Er soll am Montagmorgen zwei Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren auf dem Weg zur Schule mit einem Messer angegriffen haben. Infolge des Angriffs starb ein 14-jähriger Teenager im Krankenhaus. Ein 13-jähriger Junge wurde schwer verletzt.

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Das zweite Mädchen, eine 13-jährige Schülerin, wurde nach Angaben des Polizeivertreters schwer, aber lebensgefährlich verletzt. Die Polizei sagte später, der Verdächtige sei aus einem Tierheim gekommen und nach der Tat dorthin geflüchtet. Er und zwei weitere Männer wurden dort am Montagmorgen gefunden.















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Die beiden anderen Männer wurden zum Bahnhof gebracht. Auch ein Messer, das bei dem Mord verwendet worden sein könnte, wurde gefunden.

Für den Angriff auf die Studentin in Illerkirkberg gibt es kein Motiv

Warum die Mädchen angegriffen wurden, ist laut Polizei noch unbekannt. Die Polizei betont auch, dass sie sich bewusst sei, dass solche Ereignisse Angst und Emotionen auslösen. Sie darf daher keinen Generalverdacht gegenüber Ausländern, Schutzsuchenden oder Asylsuchenden hegen, fördern oder unterstützen.

Im Nachhinein sah der Augenzeuge, dass das blutige Mädchen auf dem Boden lag

Ein Augenzeuge sagte dem SWR, er habe am Morgen Geräusche in der Nähe der Stadt Shuknishan südlich von Ulm gehört. Dann schaute er nach und „da lag ein blutendes Mädchen auf dem Boden mit einer großen Platzwunde im Bauch. Eine zweite hatte Verletzungen unterhalb der Brust, eine Platzwunde. Sie war völlig aufgelöst.“















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BW-Innenminister Strobl trauert mit seiner Familie um das tote Mädchen

Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat sich am Montagabend zu der Tat geäußert. Ein 14-jähriger Teenager beendete plötzlich und brutal sein Leben. „Unsere Gedanken sind in dieser schwierigen Zeit bei den Eltern, der Familie, den Hinterbliebenen des Verstorbenen sowie den Klassenkameraden und Freunden des jungen Mädchens. Unser aufrichtiges Beileid gilt ihnen“, sagte Stroble in einer Erklärung.

Strobl wünschte dem 13-jährigen Mädchen, das bei der Tat verletzt wurde, baldige, vollständige körperliche und geistige Genesung. Der Innenminister sagte, dass das Verbrechen von Ilerkirkberg vollständig untersucht werde.

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