Neue «The Crown»-Staffel kommt für Charles zur Unzeit

QPrinz Charles und Prinzessin Diana sahen sich an. “Sollen wir etwas von der alten Magie geben?” Mit einem Nicken und einem Augenzwinkern rollte das Paar über die Reling des geräumigen Wagens und winkte Fotografen und Schildkröten für die Kameras der Welt. Doch hinter den Kulissen ist die Allianz bereits zerbrochen, wie direkt in der ersten neuen Folge der Netflix-Serie „The Crown“ zu sehen ist.

Die fünfte Staffel, die ab dem 9. November zu sehen ist, spielt in den 90er Jahren und widmet sich dem wichtigsten Kapitel in der Lebensgeschichte des neuen Königs von England, Charles III.

„Es ist traurig für den König und die Königsgemahlin, dass „The Crown“ in diesen Jahren zu Beginn seiner Regentschaft kam und „das Projekt „Charles Diana Camilla“ aufgezogen wurde“, sagte der führende Experte des Jura-Lehrers Craig Prescott an der Universität in Bangor, Wales, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Wie schon zu Beginn der dritten Staffel startet die Serie erneut mit neuen Darstellern, um der Alterung der Fans Rechnung zu tragen. Die 66-jährige Imelda Staunton ersetzt Olivia Colman und Claire Foy als Queen Elizabeth II und zeichnet ein faszinierendes Bild der arbeitenden Monarchin.

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Charles, Dominic West (53), sieht dieses Mal nicht lange in der Ferienregion in der Meeressaison mit Frau und Kindern aus. In Erwartung eines Terminkonflikts muss die Familie ihre Zeit auf der Fähre verkürzen. Als Prinzessin Diana (Elizabeth Debicki) im Flugzeug nach Hause eine Träne aus dem Gesicht wischt, sieht ihr kleiner Junge William sie traurig an und schüttelt ihre Hand. Sein Leiden, seine Flucht aus dem goldenen Gefängnis steht im Mittelpunkt der neuen Staffel.

Doch nach der Rückkehr aus dem Urlaub hat eine Umfrage der „Sunday Times“ die Debatte zunächst beigelegt: Mehr als die Hälfte der Briten sah Queen Elizabeth als alt, unzuverlässig und viel besser als ihren Sohn Charles vor Dianas Unfall. Weil man fest davon überzeugt war, dass seine Mutter herunterkommen und ihm eine Chance geben könnte – selbst wenn er den damaligen konservativen Premierminister John Major treffen würde.

Netflix macht hier offen, was wahr und was Fiktion ist. Obwohl der Streaming-Besitzer die Bitte ablehnte, eine Kopie des Anfangs seiner Folgen zu senden, schlug er nicht vor, eine Dokumentarserie mit “The Crown” zu machen. Dass der Ort der Serie in engem Zusammenhang mit historischen Ereignissen steht, ihr aber künstlerische Freiheit lässt, ist für nicht-königliche Gelehrte bisweilen schwer zu unterscheiden.

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Obwohl die meisten Europäer aufgrund der starken Berichterstattung in den Medien mit den königlichen Ereignissen der 1990er Jahre vertraut sind, ist es möglicherweise das erste Mal, dass ausländische Jugendgruppen in den wichtigsten Jahren in Windsor Castle aktiver sind. “In Großbritannien ist es wahrscheinlich eine große Sache”, sagt Prescott. “Vielleicht gibt es mehr im Ausland.”

Im Gegensatz zu den britischen Medien, die für die meisten königlichen Fernsehshows verantwortlich sind, glaubt Prescott, dass Netflix mehr Macht hat. „Die Medien sind für ihre Nachrichten auf eine gute Beziehung zum Palast angewiesen. Netflix ist das egal“, sagte der Experte. Die königliche Familie hat keinen Einfluss oder Kontrolle, ist aber von Netflix abhängig.

Drehbuchautoren spielen geschickt mit Parallelen, aber diesmal ist es ganz anders: Ist Charles auf dem Thron? Es kann nicht jünger sein, aber wie wir heute wissen, geschah es erst 30 Jahre später. Ist die Queen unbeliebt? Es könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein, dass vor nicht allzu langer Zeit Hunderttausende Tage und Nächte an den Ufern der Themse anstanden, um ihrem Herrn die letzte Ehre zu erweisen.

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Schon vor Beginn der neuen Ära lag in der Begegnung zwischen Charles und John Major eine gewisse Fantasie. Der frühere Premierminister John Major, der Großbritannien von 1990 bis 1997 regierte, beschrieb die Serie in The Times als „eine hässliche und gefährliche Geschichte“. Er bestreitet, schlecht über die Royals gesprochen oder ein Treffen mit Charles gehabt zu haben.

Es bleibt abzuwarten, ob das Königshaus selbst – vor allem unter King Charles, dem Recht zugesprochen wird – auch das reparieren wird, was durch „The Crown“ in aller Welt glänzt. „Wir sehen von John Major, dass es viele andere gibt, die bereit sind, dasselbe zu tun“, sagte Experte Royal Prescott. Das Schloss darf sich nicht offenbaren, um auf die eine oder andere fiktive Peter-Morgan-Wahl aufmerksam zu machen.

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