Sport-Union Neckarsulm vor Auswärts-Heimpartie in Dahenfeld

Sport-Union Neckarsulm vor dem Heimspiel in Dahnfeld

Laut Trainer Marcel Bosch müssen Mario Müller (rechts) und Sport Union die richtige Balance zwischen Torgefahr und defensiver Stabilität finden. Das ist der Mannschaft in dieser Saison selten gelungen. Foto: Ralph Seidel Fotografie: Seidel, Ralph

Die Sport-Union Neckarsulm blickt in der Oberliga auf die schwächste Vorrunde seit sieben Jahren zurück. Nur 15 Punkte aus 17 Spielen, das ist der Rekord für einen Absteiger. Drei Siege, sechs Unentschieden und acht Niederlagen. Auf der Homeplate ist SUN (7 Punkte) nur auf dem vorletzten Platz zu finden. Das Torverhältnis nach neun Spielen im Pejteres-Stadion beträgt 7:12. Auswärts ging es in acht Spielen mit 17:21 erzielten Toren (8 Punkte) munterer zu.

Damit ist klar: Mit Beginn der Rückrunde muss Interimscoach Marcel Bosch für den 13. Tabellenplatz einiges richten. FV Ravensburg ist am Samstag (14.00 Uhr) der dritte Heimsieg der Saison – Zeit, sich wieder einmal erfüllt zu fühlen. „Wir wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen und haben diese Woche noch einmal einige wichtige Dinge angepackt“, sagt Bosh.

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Die Wetterbedingungen veranlassen sie, die Plätze zu wechseln

Für dieses Treffen windet sich der Sportbund auf dem Kunstrasen in Dahnfeld. „Auf den Rasenplätzen in Pichterich ist es aufgrund der aktuellen Wetterlage schwierig zu spielen und unser Kunstrasen hält seit Jahren“, begründet Sportvorstand Thorsten Damm die Verlegung des Spiels in die Region Neckarsulm.

Es ist nicht Suns erstes Auswärtsspiel auf Kunstrasen in Dahnfeld. Am 7. März 2020 hat dort der Oberligist geschummelt. Marcel Bosch erinnert sich gerne als gutes Omen, schließlich unterlag Oberachern seinerzeit mit 0:1.

Flach spielen, hoch gewinnen?

Ravensburg ist laut Bosch ein Gegner, der “wirklich einen anderen Anspruch hat und nicht auf der Position ist, die man sich erhofft hätte”. Der SUN-Trainer erwartet ein enges Spiel, in dem er seiner Mannschaft eine bessere Leistung abverlangt als beim letzten 0:2 gegen Oberachern. „Aber ich bin guter Dinge, weil die Jungs schon wissen, dass diese Leistung nicht ihr Anspruch sein kann und dass sie einfach zu schlecht war.“

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Gegen die in luftiger Höhe unschlagbaren Ravensburger Abwehrgiganten muss sich Bosch etwas einfallen lassen. Die Devise könnte lauten: Ball flach halten und direktes und schnelles Spiel versuchen.

Heimkehr von Dennis Fedek

Dennis Vidic, ein ehemaliger Spieler aus Heilbronn, der in Reutlingen lebt und zweimal wöchentlich zum Fußball nach Ravensburg fährt, übernachtet von Dienstag bis Mittwoch und Freitag bis Samstag im dortigen Hotel. Videc spielte früher für Union Böckingen, TSG Öhringen, Tura Untermünkheim, Stuttgarter Kickers, Waldhof Mannheim, Spvgg Neckarelz, Türkspor Neckarsulm und kommt aus der Jugendmannschaft des VfR Heilbronn.

„Ich freue mich riesig auf Neckarsulm“, sagt Vidic, fast schon ein „Heimspiel“, weil er viele Leute kennt. „Das ist Zuhause. Es ist gut, wieder hier zu sein.“ Aber Fedek hat keine Geschenke in seiner Sporttasche. Im Gegenteil, er plant drei Punkte: “Wir wollen gewinnen, dann wird es besser.”

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Der Sportverband muss schnell einen Ausgleich finden

Doch eine weitere Pleite kann sich der Sportbund derzeit nicht leisten. Bei bis zu sechs möglichen Absteigern beträgt der Rückstand auf Platz 13 und den ersten Platz, der einen sicheren Abstieg verspricht, aktuell sechs Punkte.

Leichtsinnige Fehler wurden immer wieder mit Toren in der Hinrunde bestraft und viele Chancen im Angriff ungenutzt gelassen. Aber der Schein trügt ein wenig, wenn es um das schwache Ende geht. Neckarsulm erzielte in der Hinrunde der Spielzeiten 2017/18 und 2016/17 im Schnitt mehr Tore als aktuell. Die Abwehrbilanz ist mit 33 Toren die bisher schlechteste. Im Durchschnitt zappelte der Ball pro Spiel 2,1 Mal ins Netz von Neckarsulm. Das zweitschlechteste Ergebnis stammt aus der Runde 2018/19 mit einem Wert von 1,6.

„Jetzt geht es darum, die Balance zwischen Torgefährlichkeit und defensiv stabiler Haltung zu finden“, sagt Busch. Vielleicht findet er ja die Zauberformel, damit Maxi Gebert nach dem Spiel in Dahnfeld an der gleichen Stelle wie 2020 als Torschützenkönig gelten kann: „Es ist Zeit, sich wieder vollendet zu fühlen.“



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