Viele ehrgeizige Missionen ins All geplant | Wissenschaft

Missionen zum Mond, zum Mars, zu anderen Planeten – und neue Raumstationen: Viele Länder wollen in den kommenden Jahren am Weltraum teilnehmen. Überblick:

Vereinigte Staaten

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa konzentriert sich auf das lange Zeit unruhige Mondprogramm „Artemis“, bei dem nach mehr als einem halben Jahrhundert wieder Astronauten auf dem Mond landen, erstmals auch von Frauen und nicht-weißen Menschen. . Nach dem ersten unbemannten Start im November Vorbereitungen für den Start des Raumfahrzeugs im Jahr 2024 und die Mondlandung im Jahr 2025.

Außerdem will die NASA zum Beispiel die Sonde „Psyche“ starten, die den Planeten Psyche erforschen und dabei helfen soll, die Entstehung des Planetenkerns besser zu verstehen.

Auch private Raumfahrtunternehmen wie SpaceX, Blue Origin und Virgin Galactic, deren Arbeit zuletzt verloren gegangen ist, haben Großes vor: Unter anderem will SpaceX den ersten Flug der drei geplanten Flüge mit dem US-Milliardär Jared Isaacman – „Polaris Dawn“ – starten “, rief die Mission. Isaacman und drei Kollegen werden mit der Kapsel „Dragon“ höher als je zuvor fliegen und auch – als erste Astronauten überhaupt – abheben. Blue Origin plant weitere bemannte Kurzstreckenflüge und Virgin Galactic will die Flüge nach einer langen Pause wieder aufnehmen.

China

Im Zentrum des chinesischen Raumfahrtprogramms steht die fast fertiggestellte Raumstation „Tian Tong“ (Vang Savan). Dazu gehört auch eine umlaufende Kamera namens „Xuntian“, die einer Satellitenkamera „Hubble“ von Amerika ähneln soll. Es soll regelmäßig am „Himmlischen Palast“ zum Auftanken und Service halten. Es könnte Ende 2023 oder Anfang 2024 losgehen.

Auch in der Raumfahrt strebt China weitere ehrgeizige Ziele an: Raumschiffe, die es nutzen, könnten 2025 wieder zum Einsatz kommen. Auch Gesteinsproben aus den Polarregionen des Mondes sollen in den nächsten fünf Jahren zur Erde zurückgebracht werden. Mit Russland laufen Pläne für eine Forschungsstation auf dem Mond. Es gibt Pläne, auf einem erdnahen Asteroiden zu landen. China will auch Proben vom Mars zurück zur Erde bringen, was 2028 geschehen könnte. Eine Mission zur Erforschung des Jupiter könnte 2029 folgen. Neben „Bey“ hat China auch ein eigenes Navigationssatellitensystem aufgebaut.

Auch Lesen :  Fußball-WM: Sandro Wagner entschuldigt sich für Bademantel-Spruch

Russland

Angesichts des Angriffskriegs gegen die Ukraine ist Moskau stark von der internationalen Gemeinschaft isoliert, und der Umzugsraum ist zu einem der letzten verbliebenen Gebiete der russisch-sonnen Zusammenarbeit geworden Trotz des Gefechts fand im Frühjahr 2022 erstmals seit langem der sogenannte Cruise Flight statt, bei dem Nasa-Astronauten und Roskosmos-Astronauten gemeinsam mit der ISS reisten. Auch für das kommende Jahr ist die Reise geplant: Neben dem Russen Andrei Fedjajew und den Amerikanern Stephen Bowen und Warren Hoburg soll im Februar auch Sultan al-Nejadi aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an Bord sein.

2023 will Russland auch die Raumsonde „Luna 25“ zum Mond bringen, die noch lange unterwegs sein soll. Laut Roskosmos soll es nach wiederholten technischen Problemen zwischen Juni und Oktober soweit sein.

Europa

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) plant für das kommende Jahr mehrere Missionen. Der „Wasser“-Satellit soll sich laut einem Sprecher des Satellitenkontrollzentrums in Darmstadt im April dem größten Planeten unseres Sonnensystems, Jupiter, nähern. Die Sonde wird Jupiters Ozean-Eismonde Ganymed, Europa und Callisto als mögliche Lebensräume charakterisieren und auch die Gasozeane selbst erforschen.

Für Mai oder Juni ist der Start des Erdbeobachtungssatelliten „Sentinel-1C“ geplant, der mittels Radartechnik Tag und Nacht Bilder der Erdoberfläche übermitteln soll. Die Euclid-Sonde wurde entwickelt, um eine 3D-Karte des Universums zu erstellen, indem sie Milliarden von Galaxien in einer Entfernung von bis zu zehn Milliarden Lichtjahren beobachtet. „Euklid“ will auch Hinweise darauf geben, wie sich das Universum ausdehnte und wie sich seine Struktur bildete. Der Launch soll zwischen Juli und September erfolgen.

Auch Lesen :  Ukraine News ++ Russland verlegt große Teile einer Eliteeinheit in die Ostukraine ++

Die wegen des Ukraine-Krieges in diesem Jahr abgesagte Rover-Mission „Exomars“ in Zusammenarbeit mit Roskosmos wird laut Esa aller Voraussicht nach nicht im kommenden Jahr starten – anders als die Trägerrakete „Ariane 6“. Jahre später kommt mit Verspätung der erste Flug zum Abheben.

Japan

Auch das Hightech-Land Asiens, Japan, plant die Erforschung von Mond und Mars. Im Rahmen des US-amerikanischen Projekts „Artemis“ will Japan erstmals eine eigene Raumsonde auf dem Mond landen. Das Auswahlverfahren könne im kommenden Frühjahr abgeschlossen werden, sagte ein Vertreter der japanischen Raumfahrtagentur Jaxa der Deutschen Presse-Agentur.

Jaxa arbeitet auch an der Landetechnologie zur Erforschung des Mondes. Die für 2023 geplante Mission „Slim“ (Smart Lander for Investigating Moon) soll eine präzise Navigation zu einem bestimmten Landeplatz ermöglichen. Weitere gemeinsam mit der Toyota Motor Group geplante Lander und bemannte Fahrzeuge sind in den kommenden Jahren ebenfalls geplant. Auch eine Brennstoffanlage am Südpol des Mondes ist in Planung.

Japan führt auch seine eigene Marserkundung durch. Das Projekt „Mars Moon Exploration“ (MMX) plant, im Jahr 2024 Sonden zu den Monden Phobos und Deimos zu schicken. Die japanische Raumfahrtagentur Jaxa will mit Missionen beide Monde erkunden und Bodenproben von Phobos gewinnen – in der Hoffnung, Hinweise darauf zu finden Ursprung des Mars und mögliche Spuren von Leben. Ein Prototyp soll 2029 in einer Kapsel zur Erde gebracht werden.

Indien

Die beiden Indien-Einsätze, die unter anderem wegen der Ausbreitung des Coronavirus mehrfach verschoben wurden, sollen laut lokalen Medienberichten nun im kommenden Jahr starten. Geplant sind eine Mission zur Sonne („Aditya-L1“) und eine Mondsonde („Chandrayaan-3“). Indiens erster Versuch, 2019 auf dem Mond zu landen, ist mit einer Landung geendet. Die Regierung will auch das Vertrauen in den Privatsektor erhöhen, private Unternehmen werden unterstützt, die Infrastruktur der Weltraumbehörde zu nutzen. Kürzlich schickte es erstmals eine von einem lokalen Privatunternehmen entwickelte Rakete ins All.

Auch Lesen :  Ukraine-Krieg im Live-Ticker: Großbritannien will Challenger-Kampfpanzer an Ukraine abgeben

Bis Ende 2024 will das Land weitere Projekte starten. So soll es Missionen zur Venus («Shukrayan-1») und zum Mars («Mangalyaan-2») geben. Außerdem werden Astronauten ins All geschickt (“Gaganyaan”).

Arabische Welt

In der arabischen Welt hat vor allem die emiratische Regierung in Abu Dhabi große Fortschritte in der Raumfahrt gemacht. Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen über 10 Jahre mehr als 800 Millionen Euro in die private Raumfahrt investieren, Unternehmen und Start-ups werden in der Sonderwirtschaftszone unter anderem in Dubai ihre Arbeit aufnehmen. Emirates setzt auf eine Mischung aus öffentlichen und privaten Projekten nach dem Vorbild der US-Raumfahrtbehörde Nasa – die allerdings mit einem viel größeren Betrag arbeitet.

Das Ziel ist hoch gesteckt. Parallel zur laufenden Mars-Mission, mit der die Sonde Anfang 2021 in die Umlaufbahn des Roten Planeten eintreten soll, will Emirates auch den Jupiter und den Planetengürtel erkunden. Nach dem Start der Mission im Jahr 2028 will das Land nach 3,6 Milliarden Kilometern Reise in 5 Jahren auf dem Jupiter landen. Dieses Land arbeitet bei seiner ersten Mission mit einem Unternehmen aus Japan zusammen.

Der große Nachbar Saudi-Arabien, der oft den aufstrebenden und in vielen Aspekten modernen Emiraten folgt, ist ein klarer Schritt. Immerhin hat das Königreich nun ein eigenes Programm für Astronauten aufgelegt und will 2023 erstmals eine Frau ins All schicken.

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button