Warum so viele Albaner über den Ärmelkanal kommen

Die mutmaßlichen Migranten befinden sich in Dungeness, nachdem sie von einem Boot der Royal National Lifeboat Institution (RNLI) nach einem Unfall mit einem kleinen Boot an der English Station an Land gebracht wurden. Die mutmaßlichen Migranten befinden sich in Dungeness, nachdem sie von einem Boot der Royal National Lifeboat Institution (RNLI) nach einem Unfall mit einem kleinen Boot an der English Station an Land gebracht wurden.

Die mutmaßlichen Migranten befanden sich in Dungeness, nachdem sie nach einem Unfall mit einem kleinen Boot an der English Station an Bord eines Bootes der Royal National Lifeboat Institution (RNLI) gegangen waren. an Land gebracht.

Quelle: Gareth Fuller/PA Wire/dpa

Allein aus Albanien sollen in diesem Jahr mehr als 12.000 Menschen illegal über Englisch nach Großbritannien eingereist sein. 2021 werden es insgesamt 50 sein. Woher kam der plötzliche Sprung?

WAls die britische Innenministerin Suella Braverman von einem „Angriff“ auf Tausende Migranten sprach, meinte sie Menschen wie Iva und Denis. Der 31-Jährige und der 26-Jährige aus Albanien kamen auf der Suche nach Arbeit an den Ärmelkanal – aber es war illegal, wurde Sky News mitgeteilt. Wie er gibt es viele Menschen, die den Grenzübertritt wagen. Am Donnerstag (24. November) ist ein Jahr vergangen, seit ein Boot mit Migranten in der Meerenge zwischen Frankreich und Großbritannien kenterte. 27 Menschen ertranken. Seitdem ist die Zahl der Menschen, die das Risiko eingehen, nur gestiegen.

Im Fokus: das arme Albanien. Schätzungen zufolge sind in diesem Jahr mehr als 12.000 Menschen aus dem Balkanstaat illegal in das Vereinigte Königreich eingereist. Etwa ein Drittel der insgesamt mehr als 40.000 Einwanderer. Im Sommer kommen schätzungsweise 60 Prozent der Albaner an bestimmten Tagen. Die Mehrheit sind Männer – laut Londoner Daten bis zu 2 Prozent der gesamten erwachsenen männlichen Bevölkerung. Der Anstieg sei erheblich, sagte ein Beamter des Innenministeriums. 2021 kamen 50 Albaner an.

Ein Sprecher des Austauschs über soziale Medien wie Tiktok, der sich an die Bürger des Landes richtet, sagte der Pressemitteilung der Mediapart-Untersuchung in Frankreich. Die Videos zeigen Leute, die in den Booten lachen und es gibt viel Platz während der Überfahrt, das Meer ist ruhig und fröhliche Musik spielt. „Es gibt jeden Tag einen Austausch“, sagte Albaner in einem der Videos. «Das Gedicht wird an einem Tag fertig sein. Schnell, bester Preis. Ein Opfer für ein besseres Leben.”

Der Grund für den Andrang: wirtschaftliche Schwierigkeiten in dem Land mit 2,8 Millionen Einwohnern. Junge Leute wie Iva und Denis, die beide berufstätig sind – er ist Verkäufer, er ist in einer Privatklinik – sehen für sie keine Perspektive.

Albanien ist ein altes Einwanderungsland. Laut dem albanischen Volkszählungsamt haben in den vergangenen zehn Jahren etwa 42.000 Menschen pro Jahr ihrem Land den Rücken gekehrt. Die extreme Armut und der Durchschnittslohn von 400 bis 500 Euro im Monat, die fehlende Infrastruktur und die fehlende Erwartung, selbstständig leben und ehrlich arbeiten zu können, zwingen junge Menschen seit Jahrzehnten, ihre Güter im Ausland zu finden. Nach dem Ende des Kommunismus 1991 zogen sie ins nahe gelegene Griechenland. Bilder der plötzlichen Flucht von Zehntausenden auf überfüllten Schiffen über die Straße von Otranto nach Italien sind noch lebhaft in Erinnerung.

Großbritannien ist mittlerweile eines der Hauptzielländer. Tausende Albaner leben hier legal. Ein 18-jähriger junger Mann, der keine deutsche Aufenthaltserlaubnis erhalten hat, möchte seine Verwandten in England besuchen. „Ich gehe nicht so schnell dorthin“, sagte er der französischen Zeitung „Le Monde“. “Auf mich wartet eine Wohnung und ein Job als Tischler.” Ein anderer hängt mit dem Einkommen zusammen: in Albanien bis zu 300 Euro, in Großbritannien über 2000 Euro. Aber Visa sind teuer, zeitaufwändig und schwer zu bekommen. Viele haben ihr Glück juristisch versucht.

Albanische Medien vermuten hinter dem Anstieg kriminelle Netzwerke, die gefährlichen Verkehr über den Ärmelkanal organisieren – und dafür teuer bezahlen. So etwas ist in London zu hören: Im Norden Frankreichs haben albanische Verbrecherbanden Fuß gefasst, und sie haben begonnen, die Mehrheit der Albaner in die Irre zu führen.

„Neben den wirtschaftlichen Fragen wird auch über die Qualität der Regierung und Zukunftsperspektiven gesprochen“, sagte Alfred Rakipi, der Leiter des albanischen Instituts für Öffentlichkeitsarbeit, dem Portal „euractiv“. “Die Leute vertrauen (der Politik) nicht, sie sehen kein Licht am Ende des Tunnels und denken, dass sie hier keine Chance haben.”

Um die Zahl der legalen Überfahrten zu reduzieren, schloss London ein Abkommen mit Paris. Zudem will Großbritannien nun Bauprojekte in Albanien mit mehreren Millionen Pfund unterstützen, damit junge Menschen nach Hause sehen können, wie die Zeitung „Telegraph“ berichtete. Außenminister Robert Jenrick, zuständig für Migration, sagte gegenüber BBC Radio 4, dass es noch immer kein Abkommen mit Tirana gebe.

Zunächst muss die Argumentation für Bravermans knallharte Erzählung geklärt werden. Der albanische Premierminister Edi Rama verurteilte die Diskriminierung albanischer Einwanderer in London als „Kriminelle“ und „soziale Verschwendung“ aufs Schärfste: „Großbritannien muss gegen kriminelle Gruppen aller Nationalitäten kämpfen und die Diskriminierung von Albanern stoppen, um seine politischen Aktivitäten zu ignorieren.“ Tausende Albaner gingen in London auf die Straße. Auch die Börsenmaklerin Iva widersetzt sich negativen Gedanken. „Ich bin eine anständige Person. Ich kann mich in die Gesellschaft einfügen“, sagte er Sky News.

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