Wirtschaftsexperten fordern höhere Reichensteuer in Deutschland

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Von: Sebastian Richter

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Laut einer Umfrage unter Wirtschaftsexperten befürworten 56 Prozent höhere Steuern für Superreiche. Generell sind die Meinungen geteilt.

FRANKFURT – Höhere Steuern für Superreiche: Deutsche Ökonomen sind mehrheitlich dafür. Das geht aus einer Umfrage unter Volkswirten des Münchner Ifo-Instituts hervor. Demnach sprechen sich rund 56 Prozent der befragten Wirtschaftsexperten für eine Anhebung der Jahreseinkommensteuer auf über 278,00 Euro aus. Diese Einkünfte werden derzeit mit 45 Prozent besteuert. Gleichzeitig fordern Ökonomen Steuersenkungen, um den kalten Fortschritt auszugleichen.

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52 Prozent der Befragten lehnen eine Anhebung des bereits ab 59.000 Euro zu zahlenden Spitzensteuersatzes ab. Bei dieser Einkommenshöhe beträgt der Steuersatz 42 Prozent. „Entgegen dem Namen wird eine Anhebung des Spitzensteuersatzes nicht nur die sehr hohen Einkommen treffen, sondern insbesondere den Mittelstand belasten“, sagt ifo-Forscher Marcel Traktor.

Das sieht auch die Mehrheit der befragten Ökonomen so: 92 Prozent fordern eine Anhebung der Einkommensgrenze, ab der der Spitzensteuersatz gilt. 31 Prozent befürworten eine Erhöhung von 70.000 auf 80.000 Euro, 28 Prozent von 80.000 auf 100.000 Euro.

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Eine vergoldete Mercedes-Limousine in Bremen.  Experten fordern höhere Steuersätze für die Superreichen.  (Symbolfoto)
Eine vergoldete Mercedes-Limousine in Bremen. Experten fordern höhere Steuersätze für die Superreichen. (Symbolfoto) © IMAGO/Eckhard Stengel

Umfrage: Ökonomen in Deutschland lehnen höheren Steuersatz ab

Warum ist etwa die Hälfte der Wirtschaftsexperten für einen höheren Steuersatz, die andere Hälfte dagegen? „Die beiden Gruppen unterscheiden sich in ihrer Einschätzung, dass die Menschen mit hohem Einkommen die Last der Krise bereits genug tragen“, sagt ifo. 94 Prozent der Befürworter von Steuersenkungen glauben, dass die Erhöhung die Gerechtigkeit der Lastenteilung in der Krise verbessern würde. Andererseits teilen nur 28 Prozent der Befragten diese Meinung.

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An den von der Bundesregierung bereits beschlossenen Leistungen gibt es viel zu gefallen. 76 Prozent der Befragten sind mit dem Inflationsausgleichsgesetz zufrieden. Die Inflation erhöht für viele die Steuerlast, auch wenn die Betroffenen kein richtiges Geld mehr haben. Zudem steigen auch die Steuereinnahmen des Staates. Die Bundesregierung ist diesem als kalter Fortschritt bezeichneten Phänomen mit dem Inflationsausgleichsgesetz entgegengetreten. An der Umfrage nahmen 153 Wirtschaftsprofessoren teil. (Profil)

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